Fritz Winter

22. September 1905 – 01. Oktober 1976

1905
am 22. September in Altenbögge/Westfalen geboren

1924-25
Arbeit als Elektroschlosser, erste Zeichnungen und Malereien, Hollandreise, Begeisterung für Paula Modersohn-Becker und Van Gogh

1927 Zulassung für ein Studium am Bauhaus in Dessau, bei Josef Albers, Wassily Kandinsky und Paul Klee

1928
Durch Empfehlungen von Kandinsky und Klee Stipendium der Stadt Dessau

ab 1929
Besuche bei Ernst Ludwig Kirchner in Davos

1930
Mitarbeit im Atelier von Naum Gabo in Berlin, Einzelausstellung in der Galerie Buchholz in Berlin

1931
Lehrauftrag an der Pädagogischen Akademie in Halle

1932
Reise nach Italien

1933
Infolge der Machtergreifung der Nationalsozialisten Verlust des Lehrauftrags

1935
Umzug nach Diessen am Ammersee mit der Kunsthistorikerin Margarete Schreiber-Rüffer, seiner späteren Frau

1936
Malverbot, Beschlagnahmung seiner Arbeiten aus öffentlichen Sammlungen

1938
Beteiligung an der Ausstellung „20th Century German Art“ in den New Burlington Galleries in London

1939
Kriegsdienst, Feldzug gegen Polen und Russland

1944
Nach schwerer Verwundung entstehen „Triebkräfte der Erde“.

1947
Winter ist in der Ausstellung „Extreme Malerei“ im Augsburger Schaezler-Palais vertreten

1949
Entlassung aus russischer Gefangenschaft, Gründungsmitglied der Gruppe ZEN 49 und Teilnahme an allen Ausstellungen, Teilnahme beim 2. „Salon des réalités des nouvelles“ im Cercle Volney in Paris

1950
Begegnung mit Hans Hartung und Pierre Soulages in Paris, II. Biennale-Preis in Venedig, 2. Ströher-Preis in Darmstadt, Auftakt einer umfangreichen Reihe von nationalen und internationalen Auszeichnungen und Museumsausstellungen

1951 3. Domnick-Preis

1955-70
Professur an der Staatlichen Hochschule für Bildende Kunst in Kassel

1955
Teilnahme an der Documenta I in Kassel

1956
Teilnahme an der Biennale in Venedig

1957
Graphik-Preis in Tokio u.a.

1958
Preis der Weltausstellung in Brüssel, Premio Marzotto Mailand, u.a.

1959
schwerwiegende Erkrankung infolge seiner Kriegsverletzung

1976
Winter stirbt am 1. Oktober in Herrsching am Ammersee.

Galerieausstellungen

Fritz Winter – Das Leben als ewig Formendes (2011)
Fritz Winter – Unsichtbares sichtbar machen (2005)
Nay, Schumacher, Winter – Drei Positionen in der Kunst nach ’45 (2002)

Publikationen der Galerie

Fritz Winter – Unsichtbares sichtbar machen (2005)
Nay, Schumacher, Winter – Drei Positionen in der Kunst nach ’45 (2002)

Fotonachweis:
Rosemarie Nohr, München, Atelier, 1955 (Ausschnitt)